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CASINOTHEATER WINTERTHUR

Die Rache der Fledermaus

Ausgezeichnet mit dem Operetten-Frosch von BR Klassik

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Foto © Casinotheater Winterthur

Eine liebenswerte Abrechnung mit Johann Strauss
Musikalische Leitung und Arrangements: Kai Tietje
Eine Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich

Premiere 30. August 2018
Weitere Vorstellungen bis 30. September 2018

Weitere Aufführungen / Gastspiele:

 

Bernhard-Theater Zürich
Festspiele Bad Hersfeld
Komische Oper Berlin


Die Rache der Fledermaus


Eine liebenswerte Abrechnung mit Johann Strauss
Casinotheater Winterthur
Musikalische Leitung und Arrangements: Kai Tietje


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Stückinfo



Johann Strauss berühmtestes Werk Die Fledermaus ohne Geigen und ohne Plüsch, dafür mit Bass, Gitarre und schrägen Rhythmen. Stefan Huber bringt den Klassiker in einer Form auf die Bühne, die Liebhaber*innen und Hasser*innen von Operetten gleichermaßen zu begeistern vermag. In einer witzig-schrägen Bearbeitung der Fledermaus bedienen sich Kai Tietje (musikalische Leitung) und Stefan Huber (Regie) respektlos aller musikalischen Klischees, verarbeiten die Hits des Walzerkönigs zu Swing und Tango oder lassen die berühmte Ouvertüre als A-cappella-Nummer erklingen.

In der Geschichte um Vergnügungssucht, Schadenfreude und elende Besäufnisse singen, spielen und betrügen Tobias Bonn und Christoph Marti (Geschwister Pfister) als übersättigtes Ehepaar Gabriel und Rosalinde, während Stefan Kurt als dauerbesoffener Gefängniswärter Frosch durch das Geschehen stolpert. Musik und Figuren wirbeln wild durch sämtliche Epochen, von der Belle Époque bis zur Hippie-Zeit.

Stefan Kurt kennt das Fernsehpublikum gut – er spielte in zahlreichen Tatort -Produktionen, filmte mit Margarete von Trotta, Dieter Wedel, Oliver Storz, Dani Levy und vielen anderen. Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler (u.a. Boy Gobert Preis, Grimme Preis, Telestar, Deutscher Schauspielerpreis, Schweizer Filmpreis) spielte aber auch immer im gesamten deutschsprachigen Raum Theater, unter anderen in Inszenierungen von Jürgen Flimm, Robert Wilson oder Barrie Kosky. Tobias Bonn und Christoph Marti sind zwei der drei Geschwister Pfister, die schon lange kein Geheimtipp mehr sind. Geschwister Pfister stehen für feinstes Musikkabarett. Mit dabei außerdem Franz Frickel, Stefanie Dietrich, Alen Hodzovic, Max Gertsch, Gabriela Ryffel, Nini Stadlmann, Kai Tietje, Zucchini-Sistaz, Falk Breitkreuz ...


Kreativeteam



Inszenierung: Stefan Huber
Musikalische Leitung: Kai Tietje
Musik: Zucchini Sistaz, Falk Breitkreuz
Ausstattung: Heike Seidler
Choreografie:  Danny Costello

Ensemble



Rosalinde: Christoph Marti
Gabriel von Eisenstein: Tobias Bonn
Dr. Blind, Ali Bey, Frosch: Stefan Kurt
Orlofsky: Stefanie Dietrich
Frank: Rolf Sommer
Dr. Falke: Max Gertsch
Adele: Gabriela Ryffel
Alfred, Murry Ricardo: Alen Hodzovic
Ida: Nini Stadlmann


Pressespiegel

Casinotheater Winterthur



Herausragend: Dieser Anachronismus entwickelt sich aus der Musik, wird aus ihr herausgehört und wieder zu Musik gemacht. Johann Strauß reloaded: die Fledermaus klingt hier ganz neu, mal südamerikanisch exotisch, mal rockig, mal bodenständig - aber immer im Duktus des Walzerkönigs, ohne Melodie und Text der Nummern zu ändern. Was Kai Tietje da für seine fünf Musiker neu arrangiert hat, ist schlichtweg hinreißend.
- BR Klassik / 12.20.2018 -

 

 

In dieser schrägen, urkomischen Version wird bei allem Klamauk dem Opus als solchem sowie auf ungewöhnliche, aber überzeugende Weise dem musikalischen Kunstwerk von Johann Strauss die gebührende Ehre erwiesen. Sämtliche der unzähligen Ohrwürmer sind zu hören – in anderen, spannenden Rhythmen, intoniert auf ebenso überraschenden, wie faszinierenden Instrumenten – vom Akkordeon bis zur «singenden Säge» – und mit köstlichen Texten gesungen. Egal ob im Original wohlbekannte Walzer, Csárdás, Galopp, Polka, ob Solo, Duett, Quartett: Sie alle erklingen neu, anders, frisch, aber genauso wunderbar wie in der klassischen Version. Für dieses «Klangwunder» zeichnen die Multiinstrumentalisten Francesco Carpino aus Zürich und die "Zucchini Sistaz" – drei Musikerinnen aus Deutschland – verantwortlich, die sie unter Leitung von Kai Tietje begeisternd interpretieren ...

- Rosemarie Mehlin / Aargauer Zeitung / 03.09.2018 -

 

 

Frei von Plüsch und Pomp, von Geigensäuseln und tenorigem Gewinsel, von Kulissenzauber und Perückenschlachten wird die Fledermaus gefleddert. Allein die Ouvertüre: Frontal sitzt das Ensemble vor dem Publikum, man singt a cappella. Was folgt ist ein Kondensat der Geschichte über menschliche Falschheit, Feigheit und Doppelmoral. Präzise wie ein Uhrwerk ist das, die Choreografie zum Schreien komisch, und hochmusikalisch ist die Band arrangiert von Kai Tietje ..
- Daniele Muscionico / Neue Zürcher Zeitung / 13.09.2018 -

 

 

"Die Fledermaus" sei eine maximale Operette, hat einmal Nikolaus Harnoncourt gesagt, turmhoch den anderen überlegen. "Die Rache der Fledermaus" ist die Steigerungsform von maximal. Denn Regisseur Stefan Huber und sein musikalischer Leiter Kai Tietje gehen in ihrer Bearbeitung über die Grenzen der Operette hinaus. Weg mit dem Plüsch, her mit schrägen Tönen, heisst das Programm. Da singt schon mal Tenor Alfred "Goodbye, My Love, Goodbye". Minimal ist aber die Besetzung. Neun Schauspielerinnen und Schauspieler stehen auf der Bühne, die auch Sängerinnen und Sänger sind. Die Musik machen die Zucchini Sistaz, Francesco Carpinound und Kai Tietje. Und auf einmal swingt dieser Johann Strauss ...
- Tagesanzeiger / 31.08.2018 -


Pressespiegel

Bernhard-Theater Zürich



Pünktlich zum Jahreswechsel ist die Fledermaus am Opernhaus Zürich gelandet. Bereits vor der Pandemie entstanden, wurde die «liebevolle Abrechnung» nun angepasst und so fordert Frosch die 7 Fledermäuse Abstand.

Regisseur Stefan Huber hat Strauss Meister-Operette sanft «entplüscht» und Kai Tietje, Dirigent, Arrangeur, Pianist, Komponist und musikalischer Leiter des Abends, hat die Geigen entfernt, ohne dem Stück damit zu schaden. Die Fledermaus bleibt als solche erkennbar, diese Abrechnung verleiht ihr eine unerwartete Leichtigkeit und Schmiss. Das liegt auch daran, dass die fünf Musiker, die Zucchini Sistaz Sinje Schnittker, Jule Balandat und Tina Werzinger sowie Falk Breitkreuz und Kai Tietje insgesamt 18 Instrumente spielen und auch gleich noch den Part des Chors mitübernehmen. Ein grandiose Leistung, die ein lautes «Bravi!» verdient.

Christoph Marti (Geschwister Pfister) als Rosalinde, Tobias Bonn (Geschwister Pfister) als Eisenstein, Max Gertsch als Dr. Blind, Ali Bey und Frosch, Annette Lubosch als Orlofsky, Franz Frickel als Frank, Diego Valsecchi als Falke, Gabriela Ryffel als Adele, Ricardo Frenzel Baudisch als Alfred und Murry und Nini Stadlmann als Ida bieten in der Choreographie von Danny Costello eine atemberaubende Ensembleleistung der absoluten Sonderklasse! Stellvertretend sowie der herrliche Frosch vom ehemaligen Geschwister Pfister Max Gertsch erwähnt. Mit Stühlen und wenigen Versatzstücken hat Heike Seidler ein Bühnenbild geschaffen, durch das von ihr kostümierten Solisten nur so wirbeln.

Eine Trouvaille, Hingehen! Da ist selbst der kühle Kritiker aufgetaut...
- Online Merker, Zürich / 16.12 2021, Jan Krobot -


Fotos © Michael Bigler

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