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Die Rache der Fledermaus

Eine libenswerte Abrechnung mit Johann Strauss

Casinotheater Winterthur


Regie: Stefan Huber
Musikalische Leitung: Kai Tietje
Gesang: Zucchini Sistaz
Musik: Francesco Caprino
Kostüme: Heike Seidler
Choreographie: Danny Castello

Frosch / Dr. Blind: Stefan Kurt
Rosaline: Christoph Marti (Geschwister Pfister)
Gabriel von Eisenstein: Tobias Bonn (Geschister Pfister)
Adele: Gabriela Ryffel
Frank: Rolf Sommer
Orlofsky: Stefanie Dietrich
Alfred: Alen Hodzovic
Dr. Falke: Max Gertsch
Ida: Katja Braunes

So etwas haben Sie noch nie gesehen, geschweige denn gehört: Johann Strauss berühmtestes Werk «Die Fledermaus» ohne Geigen und ohne Plüsch, dafür mit Bass, Gitarre und schrägen Rhythmen. Das Casinotheater bringt den Klassiker in einer Form auf die Bühne, die Liebhaber und Hasser von Operetten gleichermassen zu begeistern vermag.

In einer witzig-schrägen Bearbeitung der Fledermaus bedienen sich Kai Tietje (musikalische Leitung) und Stefan Huber (Regie) respektlos aller musikalischen Klischees, verarbeiten die Hits des Walzerkönigs zu Swing und Tango oder lassen die berühmte Ouvertüre als A-cappella-Nummer erklingen. In der Geschichte um Vergnügungssucht, Schadenfreude und elende Besäufnisse singen, spielen und betrügen Tobias Bonn und Christoph Marti (Geschwister Pfister) als übersättigtes Ehepaar Gabriel und Rosalinde, während Stefan Kurt (Papa Moll) als dauerbesoffener Gefängniswärter Frosch durch das Geschehen stolpert. Musik und Figuren wirbeln wild durch sämtliche Epochen, von der Belle Époque bis zur Hippie-Zeit.

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Video: "Wenn eine Fledermaus auf Rachefeldzug geht" Zum Starten des Videos bitte das Bild anklicken
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© BR Klassik
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BR Klassik verleiht den Operettenfrosch

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Presse

BR Klassik | 12.20.2018

BR-Klassik verleiht Operettenfrosch

"... Herausragend ... Was Kai Tietje da für seine fünf Musiker neu arrangiert hat, ist schlichtweg hinreißend ..."

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Aargauer Zeitung | 03.09.2018
- von Rosemarie Mehlin

«Die Rache der Fledermaus»: pralle Komik, süss und köstlich

"... In dieser schrägen, urkomischen Version wird bei allem Klamauk dem Opus als solchem sowie auf ungewöhnliche, aber überzeugende Weise dem musikalischen Kunstwerk von Johann Strauss die gebührende Ehre erwiesen. Sämtliche der unzähligen Ohrwürmer sind zu hören – in anderen, spannenden Rhythmen, intoniert auf ebenso überraschenden, wie faszinierenden Instrumenten – vom Akkordeon bis zur «singenden Säge» – und mit köstlichen Texten gesungen. Egal ob im Original wohlbekannte Walzer, Csárdás, Galopp, Polka, ob Solo, Duett, Quartett: Sie alle erklingen neu, anders, frisch, aber genauso wunderbar wie in der klassischen Version. Für dieses «Klangwunder» zeichnen die Multiinstrumentalisten Francesco Carpino aus Zürich und die «Zucchini Sistaz» – drei Musikerinnen aus Deutschland – verantwortlich, die sie unter Leitung von Kai Tietje begeisternd interpretieren ..."

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Neue Zürcher Zeitung | 13.09.2018
- von Daniele Muscionico

Die «Fledermaus» lässt Federn in Winterthur

"... Frei von Plüsch und Pomp, von Geigensäuseln und tenorigem Gewinsel, von Kulissenzauber und Perückenschlachten wird die Fledermaus gefleddert. Allein die Ouvertüre: Frontal sitzt das Ensemble vor dem Publikum, man singt a cappella. Was folgt ist ein Kondensat der Geschichte über menschliche Falschheit, Feigheit und Doppelmoral. Präzise wie ein Uhrwerk ist das, die Choreografie zum Schreien komisch, und hochmusikalisch ist die Band arrangiert von Kai Tietje ..."

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Tagesanzeiger | 31.08.2018

Fast hätte man den Sitznachbarn geküsst

"... «Die Fledermaus» sei eine maximale Operette, hat einmal Nikolaus Harnoncourt gesagt, turmhoch den anderen überlegen. «Die Rache der Fledermaus» ist die Steigerungsform von maximal. Denn Regisseur Stefan Huber und sein musikalischer Leiter Kai Tietje gehen in ihrer Bearbeitung über die Grenzen der Operette hinaus. Weg mit dem Plüsch, her mit schrägen Tönen, heisst das Programm. Da singt schon mal Tenor Alfred «Goodbye, My Love, Goodbye». Minimal ist aber die Besetzung. Neun Schauspielerinnen und Schauspieler stehen auf der Bühne, die auch Sängerinnen und Sänger sind. Die Musik machen die Zucchini Sistaz, Francesco Carpinound und Kai Tietje. Und auf einmal swingt dieser Johann Strauss ..."

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