KOMISCHE OPER BERLIN
Foto © Iko Freese
Operette von Nico Dostal
Libretto von Charles Ambert und F. Maregg
Musikalische Leitung und Arrangements: Kai Tietje
Premiere 8. März 2014
Clivia
Operette von Nico Dostal
Komische Operb Berlin
Musikalische Leitung: Kai Tietje
Hollywood, südamerikanische Leidenschaft und ein Schuss Berliner Schrulligkeit sind die Zutaten dieser verrückten Posse, die ihr vergnügliches Spiel mit allerlei Klischees – von der Filmdiva à la Greta Garbo bis zum Revolutionär aus Leidenschaft à la Che Guevara – treibt.
In der für die Operette der 1920er und 30er Jahre typischen, erfrischend unbefangenen Weise spielt auch die Musik mit unterschiedlichen Stilen und Genres – vom Jazz über südamerikanische Rhythmen bis hin zum schmissigen Berliner Marschlied.
Ein wilder Mix aus einem ungleichen Liebespaar, einem zwielichtigen Filmproduzenten, einem verliebten rasenden Reporter, tanzenden revolutionären Amazonen und einem skurrilen Berliner Erfinder kennzeichnet die Handlung von Dostals Erstlingswerk.
Inszenierung: Stefan Huber
Musikalische Leitung: Kait Tietje
Choreographie: Danny Costello
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostüme: Heike Seidler
Lichtdesign: Diego Leetz
Sounddesign: Matthias Reusch/Sebastian Lipski
Dramaturgie: Ulrich Lenz
E. W. Potterton, Finanzmann aus Chicago: Stefan Kurt
Clivia Gray, Filmschauspielerin: Christoph Marti
Juan Damigo: Tobias Bonn
Jola, seine Cousine: Andreja Schneider
Lelio Down, Reporter der Chicagoer Times: Peter Renz
Gustav Kasulke: Christoph Späth
Caudillo / Valdivio: Max Gertsch
Diaz / Regisseur: Markus Merz
1. Herr / Regieassistent: Jan Proporowitz
2. Herr / Aufnahmeleiter: Volker Herden
3. Herr / Rodrigo: Sascha Borris
Erster Gaucho: Máté Gál
Zweiter Gaucho: Matthias Spenke
Dritter Gaucho: Bernhard Hansky
Dolores: Josefine Eberlein
Tänzer
Alessandra Bizzarri, Sarah Bowden, Laura Fernandez, Cora Roloff, Mariana Souza, Jane-Lynn Steinbrunn, Lada Wongpeng, Marion Zollinger Paul Gerritsen, Silvano Marraffa, Daniel Orellana, Daniel
Therrien
Und weil Dirigent Kai Tietje die Partitur sehr geschickt an Christoph Martis Baritonlage angepasst hat, funktioniert die Sache auch musikalisch ganz famos …
- Tagesspiegel / 09.03.2014 / Frederik Hanssen -
Kai Tietje, der musikalische Leiter, hat Nico Dostals Partitur musikalisch zugespitzt, noch rhythmisierter, noch knackiger klingen lassen, eine ohnehin schon wilde Mischung aus Foxtrott,
Swing, Tango und Jazz. Gepfeffert die schnellen Nummern, mit der gerade richtigen Portion Kitsch die Schmachtfetzen …
- Deutschlandfunk / 09.03.2014 / Mascha Drost -
Kai Tietje, der Dirigent der Aufführung, ist zugleich deren musikalischer Bearbeiter. Er hat die Sopran-Partie der Clivia für Bariton transponiert, was zusätzliche Tonartwechsel mit sich
bringt. Zugleich hat er einige Nummern um Tanzpassagen erweitert und Foxtrott-Elemente ebenso forciert, wie die Rhythmen bei den südamerikanischen, im Original spanisch klingenden Nummern.
Das Orchester der Komischen Oper Berlin, welches auf einer Tribünenanordung auf der Drehbühne aufspielt, besitzt besondere klangliche Präsenz, und es tönt in dieser Fassung deutlich
amerikanisierter als bei Dostal.
- NMZ / 09.03.2014 / Peter P. Pachl -
Die Band unter der Leitung von Kai Tietje holt den Klang vergangener Zeiten aus der verstaubten Mottenkiste und erneuert ihn mit einer gehörigen Portion Glitzer...
- Agnes Wiener / Kulturoebel.de / 5.2.2018 -
Die Paso-Doble-artigen Arrangements von Kai Tietje werden vom Orchester knuffig, knallig und schillernd wie verdorbener Schinken über die Rampe gebracht. Mehr ist aus dem schönen Machwerk
schlicht und ergreifend nicht herauszuholen…
- Tip Berlin / 26.03.2014 / Kai Luehrs-Kaiser -
Dass all das so brillant funktioniert, dass die nicht klassisch ausgebildeten Stimmen tragen und die ursprüngliche Koloraturpartie der Clivia bei Christoph Marti bestens aufgehoben ist, liegt
am gelungenen musikalischen Konzept mit den fabelhaften Arrangements von Kai Tietje, der den Abend auch souverän und mit Gespür für die Situation dirigiert. Es ist nämlich gelungen, für alle
Akteure einen einheitlichen Chanson- und Schlagerstil zu finden, der historisch fundiert ist und (übrigens wie damals auch) auf die spezifischen vokalen Möglichkeiten und Fähigkeiten der
Akteure eingeht. So wird jede Nummer zu recht umjubelt ...
- Klassik.com / Frank Fechter / 08.03.2014 -
Fotos © Iko Freese